Kanufahren in Schleswig-Holstein

 Tourenbeschreibungen 2002:

(6) Tour 6  "Trave" Högersdorf - Nütschau               (15.09.02)

 

Anmerkung:  
     Jeder Fluss fließt, dass heißt, er verändert sich und seinen Wasserstand ständig.
     Der Autor übernimmt daher keine Gewähr für die Gültigkeit der Angaben. 

     Kommentare und Veränderungs- bzw. Fehlermeldungen bitte senden an:
     Wolfgang.Glamann@t-online.de
     Wolfgang   Glamann
     Bockwischer Weg 6
     D-25578   Dägeling

    

 

(6) Tour 6  "Trave" Högersdorf - Nütschau               (15.09.02)

    Hinweis:
    Wenn Sie die Trave befahren wollen, so beachten Sie bitte unbedingt die
    Befahrensregeln (unter anderem Pegelabhängig) im
Regelbuch Trave.

    Die Trave entspringt südlich von Eutin in der Ostholsteinischen Seenplatte.
    Befahren kann man die Trave von Travenhorst bis zu ihrer Mündung in die
    Ostsee bei Travemünde.  Für unsere letzte Fahrt in diesem Jahr haben wir
    einen Flußabschnitt aus dem Mittellauf ausgewählt, der einige markante
    Höhepunkte beinhaltet.
    Und hier sei es gleich gesagt: diese Tour ist nichts für Einsteiger.
    Wer sein Kanu nicht unter Kontrolle hat, sollte noch woanders etwas üben.

    Wir starten in Högersdorf ( 5 Km südlich von Bad Segeberg) und setzen in
    Nütschau ( 4 Km nördlich Bad Oldesloe ) wieder aus. In diesem Abschnitt ist
    die Trave sehr abwechslungsreich, hat genügend Wasser und mit 3 Wehren
    ( 2 mal Umtragen und eines vielleicht Befahren ) hat man einiges zu tun.
    Für diese Tour ist die Benutzung eines Kanuwagens von Vorteil !  In der
    Kanu Litheratur liest man immer wieder von "flachen Stellen" in der Trave.
    Auch von Bekannten habe ich schon gehört, daß sie in anderen Sommern
    einige Strecken zu Fuß neben dem Boot gelaufen sind.  Wir hatten da mehr
    Glück. Der Fluß war durchgängig befahrbar, obwohl es seit 6 Wochen nicht
    mehr geregnet hatte. Ursache hierfür war wohl immer noch der große Regen 
    im Juni 2002. Die Trave ist aber tatsächlich ein Fluß mit wenig Wassertiefe
    ( streckenweise nur 20 cm ) und immer wieder treten Feldsteine als natürliche
   Hindernisse kurz unter der Wasseroberfäche auf. 
   Die Einsetzstelle in Högersdorf liegt an einer kleinen Holzbrücke, dem Ende der
   Straße "Traveberg". Man setzt am besten oberhalb der Brücke ein und genießt
   dann gleich den Schwall unter der Brücke als "Starter".
   Die Trave ist hier etwa 10 Meter breit und hat eine gute Strömung.

    
13,9  Km    Högersdorf, Start an der Holzbrücke am Traveberg um 12:00 Uhr.
                        Es fällt auf, daß die hohen Ufer den Blick auf die Landschaft versperren.
             
     14,9  Km    Klärwerk der Stadt Bad Segeberg
     18,1  Km    Einmündung der Mözener Au von rechts.
     18,9  Km    Herrenmühle, Achtung Wehr (Lebensgefahr!), rechts umtragen
                        Dieses Wehr ist am Bauwerk der alten Mühle leicht zu erkennen.
                        Auch die in Holz ausgeführte Kaimauer lädt rechts zum Anlegen
                        ein.

                        Die hohe Kaimauer ist allerdings hinderlich beim Aussteigen und
                        es kostet einige Kraft, die Kanus an Land zu heben.
                        Die Umtragestrecke beträgt etwa 200 Meter (Kanuwagen).
                        Man geht erst über einen geteerten Platz, dann durch einen unbefestigten
                        Weg  über ein Privatgrundstück zur Strasse. Auf die Straße biegt man
                        rechts ein, um nach etwa 20 Metern nach links in einen Feldweg zur
                        Trave hinunterzugehen. An der Einsetzstelle steht dann eine Bank zum
                        Ausruhen.
                        Direkt nach dem Einsetzen hat die Trave besonders viel Strömung.
     22,6  Km    Durchbruch durch die Moränen 
                        Von jetzt an fahren wir durch ein Waldgebiet. 
     24,5  Km    Kupfermühle Zettler, Achtung Wehr, rechts umtragen
                        Dieses Wehr ist schlecht zu erkennen. Es gibt aber die
                        folgenden Anhaltspunkte:
                        1) scharfe Rechtkurve ( 90 Grad)
                        2) links außen in der Rechtskurve steht ein Pegel 
                        3) in der Kurve läuft eine Rohr quer auf dem Grund der Trave,
                            das man mit dem Bootkiel berührt.

                        Etwa 100 Meter hinter der Kurve findet man rechts die unbefestigte
                        Anlegestelle, die durch einen Holzpfahl im Wasser markiert ist. 

                        Nach dem Umtragen ( 20 Meter ) setzt man in einen "Topf" wieder ein.
                        Danach geht es mit rasanter Fahrt durch diverse Schwälle einige hundert
                        Meter flußabwärts. Wenn die Strömung nachläßt, öffnet sich dann der
                        Baumbewuchs und man fährt durch eine Weidelandschaft mit Rindern.
                        Niedrige Ufer geben den Blick frei auf die Umgebung. 
     25,4  Km    Treppenwehr, rechts anlegen, umtragen oder nach Sichtprüfung befahren..
                        Die Anlegestelle ist mit einer Holzspundwand gut ausgebaut und befestigt. 

                        Wehr nur rechts befahren ( Mitte meiden, hier soll ein Eisenpfahl stehen).
                        Wir treideln die Boote über das Treppenwehr.
                        Nach dem Treppenwehr wird die Trave etwas gemütlicher, ist mittlerweile
                        etwa 15 Meter breit und hat weiterhin flache Ufer, die den Blick in die Landschaft
                        mit Weiden, Hügeln und Waldabschnitten freigeben.
     31,4  Km    Nütschau, vor der Holzbrücke links ist eine gute Aussetzstelle 
                       Gegen 16:15 Uhr gehen wir hier an Land.


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