Anmerkung:
Jeder Fluss fließt, dass heißt, er verändert sich
und seinen Wasserstand ständig.
Der Autor übernimmt daher keine Gewähr für die Gültigkeit
der Angaben.
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Wolfgang Glamann
Bockwischer Weg 6
D-25578 Dägeling

Die Trave entspringt südlich von Eutin in der
Ostholsteinischen Seenplatte.
Befahren kann man die Trave von Travenhorst bis zu ihrer
Mündung in die
Ostsee bei Travemünde. Für unsere letzte Fahrt in
diesem Jahr haben wir
einen Flußabschnitt aus dem Mittellauf ausgewählt, der einige markante
Höhepunkte beinhaltet.
Und hier sei es gleich gesagt: diese Tour ist nichts für
Einsteiger.
Wer sein Kanu nicht unter Kontrolle hat, sollte noch woanders
etwas üben.
Wir starten in Högersdorf ( 5 Km südlich von Bad Segeberg)
und setzen in
Nütschau ( 4 Km nördlich Bad Oldesloe ) wieder aus. In diesem
Abschnitt ist
die Trave sehr abwechslungsreich, hat genügend Wasser und mit 3
Wehren
( 2 mal Umtragen und eines vielleicht Befahren ) hat man
einiges zu tun.
Für diese Tour ist die Benutzung eines Kanuwagens von
Vorteil ! In der
Kanu Litheratur liest man immer wieder von "flachen
Stellen" in der Trave.
Auch von Bekannten habe ich schon gehört, daß sie in
anderen Sommern
einige Strecken zu Fuß neben dem Boot gelaufen sind.
Wir hatten da mehr
Glück. Der Fluß war durchgängig befahrbar, obwohl es seit
6 Wochen nicht
mehr geregnet hatte. Ursache hierfür war wohl immer noch der
große Regen
im Juni 2002. Die Trave ist aber tatsächlich ein Fluß mit
wenig Wassertiefe
( streckenweise nur 20 cm ) und immer wieder treten
Feldsteine als natürliche
Hindernisse kurz unter der Wasseroberfäche auf.
Die Einsetzstelle in Högersdorf liegt an einer kleinen
Holzbrücke, dem Ende der
Straße "Traveberg". Man setzt am besten oberhalb der
Brücke ein und genießt
dann gleich den Schwall unter der Brücke als "Starter".
Die Trave ist hier etwa 10 Meter breit und hat eine gute Strömung.
13,9 Km Högersdorf, Start an der
Holzbrücke am Traveberg um 12:00 Uhr.
Es fällt auf, daß die hohen Ufer den Blick auf die Landschaft versperren.

14,9 Km Klärwerk der Stadt Bad
Segeberg
18,1 Km Einmündung der
Mözener Au von rechts.
18,9 Km Herrenmühle,
Achtung Wehr (Lebensgefahr!), rechts umtragen
Dieses Wehr ist am Bauwerk der alten Mühle leicht zu erkennen.
Auch die in Holz ausgeführte Kaimauer lädt rechts zum Anlegen
ein.
Die hohe Kaimauer ist allerdings hinderlich beim Aussteigen und
es kostet einige Kraft, die Kanus an Land zu heben.
Die Umtragestrecke beträgt etwa 200 Meter (Kanuwagen).
Man geht erst über einen geteerten Platz, dann durch einen unbefestigten
Weg über ein Privatgrundstück zur Strasse. Auf die Straße biegt man
rechts ein, um nach etwa 20 Metern nach links in einen Feldweg zur
Trave hinunterzugehen. An der Einsetzstelle steht dann eine Bank zum
Ausruhen.
Direkt nach dem Einsetzen hat die Trave besonders viel Strömung.
22,6 Km Durchbruch durch die
Moränen
Von jetzt an fahren wir durch ein Waldgebiet.
24,5 Km Kupfermühle
Zettler, Achtung Wehr, rechts umtragen
Dieses Wehr ist schlecht zu erkennen. Es gibt aber die
folgenden Anhaltspunkte:
1) scharfe Rechtkurve ( 90 Grad)
2) links außen in der Rechtskurve steht ein Pegel
3) in der Kurve läuft eine Rohr quer auf dem Grund der Trave,
das man mit dem Bootkiel berührt.
Etwa 100 Meter hinter der Kurve findet man rechts die unbefestigte
Anlegestelle, die durch einen Holzpfahl im Wasser markiert ist.
Nach dem Umtragen ( 20 Meter ) setzt man in einen "Topf" wieder ein.
Danach geht es mit rasanter Fahrt durch diverse Schwälle einige hundert
Meter flußabwärts. Wenn die Strömung nachläßt, öffnet sich dann der
Baumbewuchs und man fährt durch eine Weidelandschaft mit Rindern.
Niedrige Ufer geben den Blick frei auf die Umgebung.
25,4 Km Treppenwehr, rechts
anlegen, umtragen oder nach Sichtprüfung befahren..
Die Anlegestelle ist mit einer Holzspundwand gut ausgebaut und befestigt.
Wehr nur rechts befahren ( Mitte meiden, hier soll ein Eisenpfahl stehen).
Wir treideln die Boote über das Treppenwehr.
Nach dem Treppenwehr wird die Trave etwas gemütlicher, ist mittlerweile
etwa 15 Meter breit und hat weiterhin flache Ufer, die den Blick in die Landschaft
mit Weiden, Hügeln und Waldabschnitten freigeben.
31,4 Km Nütschau, vor der
Holzbrücke links ist eine gute Aussetzstelle
Gegen 16:15 Uhr gehen wir hier an Land.
Copyright © 2002, 2004 Wolfgang Glamann,
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