Kanufahren
in Schleswig-Holstein
Tourenbeschreibungen 2006:
Anmerkung:
Jeder Fluss fließt, dass heißt, er verändert sich und
seinen Wasserstand ständig.
Der Autor übernimmt daher keine Gewähr für die
Gültigkeit der Angaben.
Achtung: Die Stör wurde in diesem Bereich
renaturiert. Daher sind die Angaben in diesem
Bericht nur bedingt brauchbar.
Eine aktuelle Beschreibung finden Sie unter: tstoer2010-05-23_arpsdorf_rotensande.htm
- E-Mail
- Kommentare und Veränderungs- bzw. Fehlermeldungen bitte senden an:
Wolfgang.Glamann@t-online.de
Wolfgang Glamann
- Bockwischer Weg 6
- D-25578 Dägeling

Die Stör ist einer der größten Flüsse in
Schleswig-Holstein. Sie entspringt südöstlich
von Neumünster und mündet als rechter Nebenfluss in die Unterelbe.
Wir hatten gerade
wieder eine lange Trockezeit und alle Flüsse führen nur noch wenig
Wasser. Die Stör hat eigentlich immer
ausreichend Wasser zum Paddeln. Und dies
auch
oberhalb des Pegels Rensing, wo die
Tide keinen Einfluß mehr hat.
Leider ist aber nun
diesmal
so wenig Wasser in der Stör, dass wir oberhalb des Zuflusses der
Bünzau oft
über Grund schrammen und darunter auch schon die Wasserqualität
leidet.
Das etwas trübe Wasser lädt jetzt nicht mehr wirklich zu einem
kühlen Bade ein.
Unsere heutige Tagestour,
einen der Klassiker unter den Störtouren,
starten wir in Arpsdorf
südwestlich von Neumünster. Die Stör ist hier etwa 6 Meter
breit, begradigt und fließt
recht flott. Angepflanzte Erlenbäume beschatten die
Stör auf den ersten Kilometern.
Es handelt sich um eine gemütliche Tour und es treten beim Befahren wenig Hindernisse
auf. Die
Einsetzstelle in Arpsdorf ist sehr zu empfehlen. Sie liegt an einer Brücke bei
Flusskilometer
14,0 und die Tour startet gleich mit einem Schwall unter der Brücke:
14,0 Km Einsetzstelle
Straßenbrücke in Arpsdorf.
Wir starten auf einem etwa 6 Meter breiten, gut fließenden Fluss.
Der Fluss ist begradigt, geht aber immer wieder um Biegungen.
Hin und wieder bringt ein kleiner Schwall etwas Abwechslung.

Vorbildliche
Einsetzstelle in Arpsdorf
15,0
Km Links eine kleine private Flussbadestelle
mit Sandstrand und regem Badebetrieb.
16,1 Km Kleine Staustufe
ist befahrbar, dahinter ist die Stör aber sehr flach.
Wir haben hier durchgetreidelt (siehe Steine hinter dem Wehr).
Danach haben wir alle kleinen Wehre oder Stufen auf dieser Tour befahren.

Kleine
Staustufe

Nach dem Treideln muß man allerdings erst neu einsteigen ... ist das nervig!
17,7 Km Hier kommt der Wald auf
der linken Seite recht dicht and die Stör heran,
so dass es sich lohnt, hier im Schatten der Bäume eine Rast einzulegen.
Wenn man sich mit der Rinderherde einig wird, die hier "wohnt".

Die Stör fließt flott dahin und
macht einfach Spaß!

Plötzlich stehen die Rinder auch noch im Weg ( in der Stör ).
Der "Oberbulle" lässt uns aber bereitwillig durchpaddeln.
17,9 Km Kleine Staustufe unter
einer Fußgängerbrücke aus Stahl.
Diese ist befahrbar, dahinter ist die Stör aber sehr flach und man hat bei
wenig Wasser Berührung mit großen Steinen.
18,0 Km Von rechts mündet die
Bünzau in die Stör..
In dem folgenden Abschnitt wurde die begradigte Stör etwas renaturiert,
indem kleine Staustufen aus Feldsteinen in den Fluss verbracht wurden.
20,2 Km Straßenbrücke
Willenscharen mit sehr gut angelegter Ein-/Aussetzstelle.
Hier kann man anlanden, sich die Beine vertreten und die Wallringburg besteigen.

Foto Shooting
beim Kanufahren ist immer etwas aufwendig. ( Foto: Udo Friesing )
22,0 Km Zufluss der
Brockstedter Au von links.
Danach eine Wegebrücke mit Anlegemöglichkeit.
Auf dem nachfolgenden Flussabschnitt befindet sich noch ein altes demontiertes
Wehr.
Dieses stellt aber noch eine kleine Staustufe dar.

Hier war früher mal das erste von 3 Wehren,
die der Bewässerung dienen sollten.
24,5 Km Schmale Brücke,
früher mit einem Wehr. Die 3
Stauklappen sind demontiert worden.
Man fährt am besten durch den mittleren Durchlass.

Das
zweite von 3 Wehren: jetzt noch eine Brücke.
25,5 Km Kleine
"Flussbadeanstalt" von Störkathen, hier heute kein Badebetrieb.
26,7 Km Schmale Brücke mit 3
offenen Stauklappen nebeneinander.
Auch hier fährt man am besten durch den mittleren Durchlass.
Danach ein kleiner Schwall.

Das
dritte von den 3 Wehren: es ist wohl noch im Originalzustand.
27,5 Km Brücke zwischen
Rosdorf und dem Teil südlich der Stör.
Hier gehen heute nur ein paar Kinder den Badefreuden in der Stör
nach. Wir legen dort an und bringen an dieser guten Aussetzstelle die
Boote an Land.

Angekommen
in Rosdorf: 10 Minuten später regnet es Bindfäden.
( Foto: Udo Friesing )
Copyright © 2006 Wolfgang Glamann
|