Kanufahren in Schleswig-Holstein


Anmerkung:  
     Jeder Fluss fließt, dass heißt, er verändert sich und seinen Wasserstand ständig.
     Der Autor übernimmt daher keine Gewähr für die Gültigkeit der Angaben. 

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     Wolfgang   Glamann
     Bockwischer Weg 6
     D-25578   Dägeling

    

(3) Familientreffen im Jahre 2006: "Schlei"  (20.-23.07.06)

       Unser Familientreffen 2006 lief unter dem Motto

       "Pleiten - Pech - Pannen"

        Auch das kommt vor und kann rechts lustig werden, solange man nicht verzweifelt:

 A)   Bei Ankunft am Donnerstag auf dem Campingplatz bauten wir unser Camp wie gebucht an der
        Lagerfeuerstelle auf. Später bei der Anmeldung wurde uns dann mitgeteilt, dass wir den
        gebuchten Platz nicht bekommen können, da hier am Samstag mit dem ganzen (!!!) Campingplatz
        gegrillt werden soll. So wurde das Camp wieder abgebaut und 20 Meter neben der Lagerfeuerstelle
        auf dergleichen Wiese neu aufgebaut. (Man hat ja sonst nichts zu tun!)

    
                                                  Die Ruhe nach dem Umzug und vor dem Sturm.
   
B)     Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite .... noch. Es war selbst am Abend angenehm warm.
         Bis sich dann eine Gewitterfront zusammenbraute und schon 10 Minuten nach der ersten Sichtung
         über uns hereinbrach. Plötzlich wurden wir von einem Gewittersturm überrascht:
         Ich sah noch, wie unser Pavillon komplett abhob und in 50 cm Höhe schwebte.
         Von geistesgegenwärtigen Familienmitgliedern ergriffen kam er aber wieder sicher zur Erde zurück.
         Eine Stange des Pavillons noch in der Hand bemerkte ich, wie unser Hauszelt vom Sturm umgelegt
         wurde. Da fehlten wohl nach dem schnellen Umzug einige Heringe ( weil wohl der Hammer weg war,
         wie ich später höhrte ). Auf jeden Fall nützte der Spurt zum Zelt auch nichts mehr. Die Zeltplane
         zerriss
. Wir konnten das Zelt allerdings noch festhalten, bevor es ganz zerlegt worden wäre.  

C)     Am Freitagmorgen haben wir dann erst einmal die 420er Jolle vom Trailer geholt. Der Mast wurde
         mit vereinten Kräften aufgestellt, ohne das einer der Beteiligten oder der zahlreichen Zuschauer
         verletzt worden wäre. Dann wäre die Montage des Baum an der Reihe gewesen. Leider war da
         aber kein Baum
( untere Befestigung des Segels ). Der hatte sich wohl zuhause so gut versteckt,
         dass ich ihn beim Packen übersehen hatte. Also kein Segeln dieses Mal, nur "motoren".
         War auch nicht das Problem, denn Wind war sowieso nicht.
       
D)     Also gleich mal die 420er Jolle zu Wasser gelassen, Außenborder montiert und auf der Schlei
         Richtung Ostsee gestartet. Lief erst richtig gut! Bis ich dann die Fahrrinne verlassen habe und
         in Höhe des Campingplatz "Hof Hülsen" mit dem Schwert auf einen Stein gefahren bin.
         Merksatz für Umsteiger 1: 
         Eine Jolle hat im Gegensatz zum Kanu ein Schwert und damit mehr Tiefgang!

         Kurz danach wollte ich dann an einem kleinen Strand mit Bäumen anlegen, wobei sich der Mast
         mit seiner Takelage in einer Tanne verhedderte
( Ich guck' doch beim Anlegen nicht in die Luft!).
         Merksatz für Umsteiger 2: 
         Eine Jolle hat im Gegensatz zum Kanu einen Mast, auf den man achten sollte!       

E)     Am Freitagabend bemerkten wir dann plötzlich, dass wir auf einem Bolzplatz campen.
         Eine Jugendgruppe vom anderen Teil der Wiese führte ein abendliches Fußballspiel neben,
         zwischen und auch in unseren Zelten durch. Das war super, unsere Kinder durften mitspielen
         und wir wollten ja auch keine Spielverderber sein. Nachdem dieses erste Spiel gegen 22:00 Uhr
         vorbei war, kamen noch die Jugendlichen vom Campingplatz (dort ist ab 22:00 Uhr Platzruhe)
         zum fröhlichen Fußballspielen neben und in unserem Camp.
         Die machten uns schnell klar, dass sie nicht bei uns neben und im Camp spielen, sondern dass
         wir auf ihrer nächtlichen Spielwiese campen. Und wir sind ja auch keine Spielverderber!
         Aber so gegen 24:00 Uhr habe ich mich dann als Überredungskünstler betätigt und konnte die leicht
         alkoholisierten Jungs und Mädels dazu bringen, das Fußballspielen im Dunkeln einzustellen.
         Also Ihr Lieben, solltet Ihr das hier jetzt lesen: Danke noch mal für Eure Einsicht!!!

F)     Unser lang ersehnter Wunsch von vorhergehenden Familientreffen, wo wir tagelang gefroren haben,
         ging diesmal in Erfüllung: alle Tage Sonne und Wärme pur.
         Wir hatten nur nicht darüber nachgedacht, dass es auch zu heiß werden könnte ( beim Campen ).
         Am Samstagmorgen war jetzt eigentlich Kanufahren angesagt. Aber wieder brannte die Sonne
         unerbittlich auf die Schlei hinunter und erzeugte eine lähmende Hitze über Land und Wasser.
         So haben wir zum Schutz unserer eigenen Gesundheit auf eine Kanutour verzichten müssen.
         Fazit: es kann also auch zu viel Sonne sein !! 
         Es soll allerdings kurze Ausflüge mit dem Kanu auf der Schlei gegeben haben. 
 
G)     Am Samstagnachmittag gingen wir dann öfter hinunter zur Badestelle an der Schlei um uns zu erfrischen.
         Leider wollten das jetzt alle anderen Camper auch. Daher war das Wasser an der Badestelle
         durch die vielen Schwimmer und Schlicktreter derart aufgewühlt, so das es sich als eine
         warme, braune, stinkende Suppe darstellte.  
 
H)     Am Samstagabend kam dann tatsächlich der "halbe" Campingplatz zum Grillen an die Feuerstelle.
         Leider nahmen viele Gäste ihren Weg direkt durch unser Camp ( Kann man so blöd sein? ). Und
         so stolperten die stolzen Wohnwagenbesitzer dann durch unsere Zeltleinen.
         Wahrscheinlich wollten die nur mal bei uns in den großen, Holzkohle befeuerten Topf gucken.
         Unser Eintopf  "Chili con Carne" war auch viel leckerer als gegrillte Würstchen.

 
                     Vorne unser Holzkohle betriebener Eintopfkocher,  hinten an der Feuerstelle das Grillfest .
    

                        Informationen über Campingplatz hier:

 
                   Unser Familientreffen-Camp 2006  auf dem Campingplatz Wees in Missunde - verbrannte Erde.


 
                                                        Karte der Schlei mit Campingplatz Wees
   

               

Copyright © 2006, 2007  Wolfgang Glamann,   Email:  wolfgang.glamann@t-online.de