Unser Familientreffen 2006
lief unter dem Motto
"Pleiten - Pech - Pannen"
Auch das kommt vor und kann
rechts lustig werden, solange man nicht verzweifelt:
A) Bei Ankunft am Donnerstag auf dem Campingplatz bauten wir
unser Camp wie gebucht an der
Lagerfeuerstelle auf. Später bei der
Anmeldung wurde
uns dann mitgeteilt, dass wir den
gebuchten Platz nicht
bekommen können, da hier am Samstag mit dem
ganzen (!!!) Campingplatz
gegrillt werden soll. So wurde das Camp wieder abgebaut und
20 Meter neben der Lagerfeuerstelle
auf dergleichen Wiese neu aufgebaut. (Man hat ja sonst
nichts zu tun!)

Die Ruhe nach dem Umzug und vor dem Sturm.
B) Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite ....
noch. Es war selbst am Abend angenehm warm.
Bis sich dann eine
Gewitterfront zusammenbraute und schon 10 Minuten nach der ersten Sichtung
über uns hereinbrach. Plötzlich
wurden wir von einem Gewittersturm
überrascht:
Ich sah noch, wie unser
Pavillon komplett abhob und in 50 cm Höhe schwebte.
Von geistesgegenwärtigen
Familienmitgliedern ergriffen kam er aber wieder sicher zur Erde zurück.
Eine Stange des Pavillons noch
in der Hand bemerkte ich, wie unser Hauszelt vom Sturm umgelegt
wurde. Da fehlten wohl nach dem
schnellen Umzug einige Heringe ( weil wohl der Hammer weg war,
wie ich später höhrte ). Auf jeden Fall nützte der Spurt
zum Zelt auch nichts mehr. Die Zeltplane
zerriss. Wir konnten das Zelt allerdings
noch festhalten, bevor es ganz zerlegt worden wäre.
C) Am Freitagmorgen haben wir dann erst einmal die 420er
Jolle vom Trailer geholt. Der Mast wurde
mit vereinten Kräften
aufgestellt, ohne das einer der Beteiligten oder der zahlreichen Zuschauer
verletzt worden wäre. Dann wäre
die Montage des Baum an der Reihe gewesen. Leider war
da
aber kein Baum (
untere Befestigung des Segels ). Der hatte sich wohl zuhause so gut versteckt,
dass ich ihn beim Packen
übersehen hatte. Also kein Segeln dieses Mal, nur "motoren".
War auch nicht das Problem,
denn Wind war sowieso nicht.
D) Also gleich mal die 420er Jolle zu Wasser gelassen,
Außenborder montiert und auf der Schlei
Richtung Ostsee gestartet. Lief
erst richtig gut! Bis ich dann die Fahrrinne verlassen habe und
in Höhe des Campingplatz "Hof
Hülsen" mit dem Schwert auf einen Stein gefahren
bin.
Merksatz für Umsteiger 1:
Eine Jolle hat im Gegensatz zum
Kanu ein Schwert und damit mehr Tiefgang!
Kurz danach wollte ich dann an
einem kleinen Strand mit Bäumen anlegen, wobei sich der
Mast
mit seiner Takelage in einer
Tanne verhedderte ( Ich guck' doch beim Anlegen nicht in die Luft!).
Merksatz für Umsteiger 2:
Eine Jolle hat im Gegensatz zum
Kanu einen Mast, auf den man achten sollte!
E) Am Freitagabend bemerkten wir dann plötzlich, dass
wir auf einem Bolzplatz campen.
Eine Jugendgruppe vom anderen
Teil der Wiese führte ein abendliches Fußballspiel neben,
zwischen und auch in unseren
Zelten durch. Das war super, unsere Kinder durften mitspielen
und wir wollten ja auch keine
Spielverderber sein. Nachdem dieses erste Spiel gegen 22:00 Uhr
vorbei war, kamen noch die
Jugendlichen vom Campingplatz (dort ist ab 22:00 Uhr Platzruhe)
zum fröhlichen Fußballspielen
neben und in unserem Camp.
Die machten uns schnell klar,
dass sie nicht bei uns neben und im Camp spielen, sondern dass
wir
auf ihrer nächtlichen Spielwiese campen. Und wir sind ja auch keine
Spielverderber!
Aber so gegen 24:00 Uhr habe
ich mich dann als Überredungskünstler betätigt und konnte die leicht
alkoholisierten Jungs und
Mädels dazu bringen, das Fußballspielen im Dunkeln einzustellen.
Also
Ihr Lieben, solltet Ihr das hier
jetzt lesen: Danke noch mal für Eure Einsicht!!!
F) Unser lang ersehnter Wunsch von vorhergehenden
Familientreffen, wo wir tagelang gefroren haben,
ging diesmal in Erfüllung:
alle Tage Sonne und Wärme pur.
Wir hatten nur nicht darüber
nachgedacht, dass es auch zu heiß werden könnte ( beim Campen ).
Am Samstagmorgen war jetzt
eigentlich Kanufahren angesagt. Aber wieder brannte die Sonne
unerbittlich auf die Schlei
hinunter und erzeugte eine lähmende Hitze über Land und
Wasser.
So haben wir zum
Schutz unserer eigenen Gesundheit auf eine Kanutour verzichten müssen.
Fazit: es kann also auch zu
viel Sonne sein !!
Es soll allerdings kurze
Ausflüge mit dem Kanu auf der Schlei gegeben haben.
G) Am Samstagnachmittag gingen wir dann öfter hinunter
zur Badestelle an der Schlei um uns zu erfrischen.
Leider wollten das jetzt alle
anderen Camper auch. Daher war das Wasser an der Badestelle
durch die vielen Schwimmer und
Schlicktreter derart aufgewühlt, so das es sich als eine
warme,
braune, stinkende Suppe darstellte.
H) Am Samstagabend kam dann tatsächlich der "halbe"
Campingplatz zum Grillen an die Feuerstelle.
Leider nahmen viele Gäste ihren
Weg direkt durch unser Camp ( Kann man so
blöd sein? ). Und
so stolperten die stolzen
Wohnwagenbesitzer dann durch unsere Zeltleinen.
Wahrscheinlich wollten die nur
mal bei uns in den großen, Holzkohle befeuerten Topf gucken.
Unser Eintopf "Chili
con Carne" war auch viel
leckerer als gegrillte Würstchen.

Vorne unser Holzkohle betriebener
Eintopfkocher, hinten an der Feuerstelle das Grillfest .
Informationen über Campingplatz hier:


Unser Familientreffen-Camp 2006 auf dem Campingplatz Wees in
Missunde - verbrannte Erde.

Karte der Schlei mit Campingplatz Wees