Kanufahren in Schweden 

Informationen zu Schweden 2005:

1 Erkundung  Rattsjön (Värmland,Schweden) 17.07.05
2 Wanderung  Rakullsberg Trail (Värmland , Schweden) 19.07.05
3 Erkundung  Klarälven (Värmland ,Schweden) 22.07.05
4 Erkundung  Glaskogen (Värmland, Schweden) 24.07.05
5 Erkundung  Rottnan (Värmland, Schweden) 26.07.05
6 Kanutour  Mangen (Värmland, Schweden) 27.07.05
7 Kanutour  Mangen  (Värmland, Schweden) 28.07.05


Anmerkung:  
     Jeder Fluss fließt, dass heißt, er verändert sich und seinen Wasserstand ständig.
     Der Autor übernimmt daher keine Gewähr für die Gültigkeit der Angaben.                    

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Kommentare und Veränderungs- bzw. Fehlermeldungen bitte senden an:
Wolfgang.Glamann@t-online.de
Wolfgang   Glamann
          Bockwischer Weg 6
D-25578   Dägeling

Allgemeine Informationen zu Schweden 

    Anreise mit dem Auto am 16.07.05 (alle Preise von Juli 2005):
    - Itzehoe nach Puttgarden (etwa 160 Km),  Start um 5:45 Uhr
    - Fähre Puttgarden - Rödby
mit  
       (das Kombipaket Pkw Puttgarden-Rödby + Helsingör-Helsingborg kostet 84 Euro)

    - Autobahn von Rödby nach Kopenhagen 
    
   
          Das Bild zeigt die Autobahnbrücke nördlich von Mön ( freie Autobahn, aber steifer Westwind und viele Wolken )
 
    - In Kopenhagen der E47/E55 folgen nach Helsingör
    - Die Fahrtstrecke in Dänemark von Rödby bis Helsingborg beträgt 200 Km.
    - Fährhafen Helsingör, 
    - mit nach Helsingborg (Schweden), die Überfahrt dauert 20 Minuten.
    - in Helsingborg ( Schweden ) wählt man die Autobahn E6 Richtung Göteborg.
    - nach etwa 230 Km ab Göteborg der Straße "45" folgen.
    - dem "Inlandsvägen" 45 folgt man weitere 350 Km bis Vitsand nördlich von Torsby
    - Ankunft in Gammelbyn/Hovfjället um 20:15 Uhr
    Für die etwa 950 Straßenkilometer und die beiden Fährüberfahrten haben wir insgesamt
    14,5 Stunden benötigt.  Das war etwas zu lang. Für die Rücktour planen wir in Helsingör
    eine Nacht im Motel zu schlafen.    
    
               Das Bild zeigt die Ausschilderung der Strecke in Göteborg.  Hier beginnt die Straße 45 "Inlandsvägen".
 
    
    In Torsby findet man das für Nordvärmland zuständige Touristbüro direkt am 
    Kreisverkehr. Wenn man von Süden kommend rechts nach Torsby abbiegt, fährt man gleich
    hinter der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr wieder links auf das Gelände des Touristbüro.
    Torsby ist in Nordvärmland die zentrale Anlaufstelle für Einheimische und auch für Touristen.
    Sehen und Gesehen Werden, Einkaufen und Essen im Restaurant, all das findet man hier.
    Zu empfehlen sind auch Besuche in einigen Museen der Stadt, wie zum Beispiel
    - der Heimathof "Hembygsgarden Kollsberg" mit zahlreichen finnischen Gebäuden
      Die Eintrittskarten kauft man hier in einem alten schwedischen "Tante Emma Laden" .
    - das Torsby "Finnkulturzentrum" im Herrgard.
      Hier werden Kultur und Leben der finnischen Einwanderer im "Finnskogen" gezeigt.
    - das Torsby Fahrzeugmuseum "Fordonsmuseum" im Herrgardsparken
      Wenn es auch nicht so viele Kraftfahrzeuge sind, aber hier stehen echte Raritäten.

    

                                                      Karte von Nordvärmland.  Gammelbyn ist rot eingezeichnet 

       
                

    Hüttenurlaub im Hüttendorf "Gammelbyns Stugby"

    Wir waren jetzt 4 Jahre in Folge zum Sommerurlaub in Schweden und hatten immer gutes
    Wetter. Unter dem Eindruck, dass diese Serie wahrscheinlich dieses Jahr abbrechen würde,
    haben wir uns im Vorwege schon mal eine feste Unterkunft gebucht. 
            
   
                                                      Unsere Hütte: unser Heim für die nächsten 14 Tage

   
                              Karte vom Hüttendorf und seiner näheren Umgebung mit Rattsjöberg und Rattsjön

     
                             Diese Elchkuh sahen wir nahe dem Hüttendorf am Elch-Hang (siehe Karte oben)

    Der Rattsjön liegt direkt an unserem Hüttendorf "Gammelbyns Stugby" unterhalb
    des Rattsjöberg.  Vom Hüttendorf hinunter zur der zugehörigen Badestelle am See sind es nur
    etwa 300 Meter,  allerdings mit sehr viel Gefälle.
    Die schöne Badestelle besteht aus einem schwimmenden, kombinierten Boots- und Badesteg
    und einem Holzhaus,  welches eine bei Bedarf betriebene Sauna beinhaltet. Ansonsten dient
    ein Vordach den Badegästen zum Wetterschutz. Da die Badestelle am Ostufer des Sees liegt,
    hat sie von Mittags bis Abends immer gut Sonne. Das Wasser ist schön klar und erwärmt
    sich schnell, weil der See nicht tief ist. Weiterhin hat der Rattsjön sehr weiches Wasser.
    Große Vorkommen von schwarzem Hyperit-Gestein in der Umgebung geben dem Wasser
    des Sees einen erhöhten Ph-Wert.  
    Wir haben uns noch eine individuelle Badestelle nördlich am Trail "Fiskestigen" gesucht.
 
   

      Der Rattsjön: Blick von unserer Badestelle am Nord-Ost-Ende auf das Holzhaus an der Hüttendorf -Badestelle (links)  


 
   Die Insekten
    Ich werde immer wieder von mitleidig grinsenden Leuten gefragt, wie es denn wohl dieses
    Jahr mit der Mückenplage in Schweden gewesen wäre. Dazu kann ich nur sagen:
    Mücken sind in Einzelexemplaren hin und wieder mal in Erscheinung getreten. Aber gestochen
    hat mich - glaube ich - keine.
    Unangenehmer waren da schon die in der Wildnis allgegenwärtigen Ameisen. Man musste
    ständig auf der Hut sein, dass die einem nicht die Beine hoch krabbeln.
    Auf der Wanderung durch das Reservat am Hovfjället wurde ich 3 mal von Bremsen
    gestochen. Diese Stiche waren sehr schmerzhaft und es gab dicke Beulen am Arm, die erst
    nach Tagen  wieder verschwanden. 
    Aus dem Glaskogen haben wir die einzige Zecke dieses Urlaubs mitgebracht, obwohl wir hier
    gar nicht richtig in der Wildnis waren. 

    Finnskogen ( der Finnwald )
    Finnische Einwanderer besiedelten ab dem Jahre 1624 die einsamen Waldgebiete links und
    rechts der Grenze zwischen Norwegen und Schweden. Dieses Gebiet wird daher in beiden
    Ländern Finnskogen genannt. 
    Einige der Einwandererhöfe, auch Finnhöfe genannt,  kann man heute noch besuchen. Wir
    haben uns auf den Weg zu dem Finnhof "Kvarntorp" gemacht. Von Torsby aus fährt man
    auf der Strasse 239 (Richtung Norwegen) und biegt nach etwa 20 Km in Lekvattnet links ab.
    Von hier sind es noch etwa 10 Km Schotterpiste, bis man zu dem einsam im Wald gelegenen
    Finnhof kommt. Die Gebäude des Hofes machen einen gepflegten Eindruck und scheinen noch
    in einem historischen Zustand zu sein. Hier gibt es auch noch eine für die Finnhöfe typische
    Rauchstube "Rökstuga": der Herd hat keinen Schornstein. Der Rauch sammelt sich unter
    dem Dach und wird bei Bedarf durch eine Luke hinausgelassen. 
    Im Sommer kann man sich auf "Kvarntorp" bewirten lassen. Neben frisch gebackenen Waffeln
    gibt es auch das alte finnische Nationalgericht "Motti och Fläsk" ( Haferschrot mit gebratenem
    Speck und  Preiselbeer-Kompott, dem "Ketchup des Nordens" ).  Die Speisen können sowohl
    in der Gaststube ( der historischen Wohnstube ) als auch im Freien zu sich genommen werden.
 
   

                                         Das Restaurationsgebäude des Finnhof Kvarntorp: im Sommer mit Bewirtung  


    Mobiler Internetzugang
    Im Bereich von Vitsand ( inklusive des Hüttendorfes usw. ) hatten wir,  wie in Schweden 
    allgemein üblich,  mit "D1" guten Empfang. Unter Benutzung des GPRS Dienstes meines
    Outdoor-Mobiltelefons Siemens M65 bekam ich auch problemlos Verbindung mit dem Internet.
    Die Schwedische Telefongesellschaft Telia rechnet die Verbindungskosten für den
    GPRS-Dienst nur nach der Summe der gesendeten und empfangenen Zeichen ab. Die
    Online-Zeit spielt hier keine Rolle. Der Kunde zahlt (über die T-Mobile Rechnung) für jeden
    angebrochenen 100 KByte Datenblock 0,67 EURO zuzüglich 16% USt.
    Ich habe mir die Wettervorhersage und einige News aus dem Internet abgerufen.

    
     Diese Sitzung wurde dann korrekt mit 400 KByte entspricht 2,69 EURO + USt abgerechnet.
     ( Anmerkung: die Wettervorhersage war in dem Fall leider zutreffend! )        
  

    Mobile Telefonie (T-Mobile "D1" und Telia)
    Für abgehende Verbindungen mit dem Mobiltelefon von Schweden nach Deutschland wurden
    mir pro angefangene Minute 0,7672 EURO zuzüglich 16% USt berechnet. 
    Ankommende Verbindungen aus Deutschland wurden mir 0,5948 EURO zuzüglich 16% USt
    pro angefangene Minute berechnet.

    Rückreise mit dem Auto in 2 Tagen (alle Preise von Juli 2005):
    - Start am 29.07.05 in Vitsand (nördlich von Torsby) um 11:00 Uhr auf dem "Inlandsvägen" 45 

    - Göteborg um 16:20 Uhr, von nun an Autobahn E6 und zeitweise Gewitter mit Starkregen 
    - Helsingborg 19:10 Uhr

    - Fähre Helsingborg-Helsingör
      (das Kombipaket Pkw Helsingborg-Helsingör + Rödby-Puttgarden kostet 755 SEK)

    
                             Es schüttet auf  der Autobahn!  Immer wieder kreuzen heftige Gewitter unseren Weg. 

    
                                                       Die Fähre ist am Abend leer.  Alles ist nass vom Regen.  

    - Ankunft Helsingör am Motel "Sleep2night" um 20:00 Uhr, Tageskilometer 610 Km
      Das Motel ist neu, liegt direkt an der Strecke (am Kreisverkehr) und ist vom Preis her
      akzeptabel. Ein Doppelzimmer ohne Frühstück kostet 595 DKK. Frühstück wird mit 50 DKK
      pro Person abgerechnet. Das macht dann für 2 Personen zusammen 695 DKK ( etwa 93 € ).
      Wir fahren noch runter in das Zentrum von Helsingör zum Essen in einem Restaurant.

    
                                                       Das neue Motel "Sleep2night" in Helsingör ist gut besucht. 

    - Weiterreise am 30.07.05 um 09:15 Uhr, auch wieder mit Starkregen
       nach Kopenhagen und dann auf der E47 nach Rödby
    - Ankunft Rödby um 11:40 Uhr
      Fähre von Rödby nach Puttgarden

   
                                                      Schnell noch auf die nächste Fähre.  Es regnet immer noch.  

    - Um 13:20 Uhr sind wird dann in Puttgarden
    - Ankunft Itzehoe um 17:00 Uhr, Tageskilometer 360 Km

 
            

       Copyright ©  2005 Wolfgang Glamann,   Email:  wolfgang.glamann@t-online.de