Kanufahren in Schweden 


Anmerkung:  
     Jeder Fluss fließt, dass heißt, er verändert sich und seinen Wasserstand ständig.
     Der Autor übernimmt daher keine Gewähr für die Gültigkeit der Angaben.                    

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Wolfgang   Glamann
          Bockwischer Weg 6
D-25578   Dägeling

(4) Erkundung des Naturreservates Glaskogen (24.07.2005):

       Ich habe oft grandiose Fotos aus dem Naturreservat Glaskogen gesehen, die mich richtig
       neugierig gemacht haben. Da wir dieses Jahr in Värmland waren, haben wir die Gelegenheit
       genutzt und dort einmal hineingeschaut. 
       Von der Strasse 172 aus Richtung Arvika kommend biegen wir links ab in das 
       Natureservat und fahren so in Richtung Lenungshamma. Auf der rechten Seite begleitet
       uns nach etwa 2 Km der See Övre Gla, auf dem viele Kanus unterwegs sind. Hier kann man
       anhalten und schon vom Ufer aus tolle Fotos von der Landschaft, dem See und den Inseln
       aufnehmen. Wenn man dabei in den Wald hineinhorcht, so hört man viele Menschenstimmen,
       was für die Schwedische Natur eher untypisch ist. 
       Wir fahren weiter. Bald verlässt der Schotterweg den See. Schon nach einigen Kilometern 
       durch den Wald kommen wir wieder an einen See, den Buvattnet. Hier führt der Weg über
       einen Damm durch den See. Links und rechts sieht man wieder Kanus fahren. 
       Auf dem letzten Kilometer nach Lenungshamma entdeckt man dann links am Weg mitten im
       Naturreservat einen in den Wald integrierten Campingplatz für jede Menge Wohnmobile.
       In Lenungshamma finden wir schnell das Holzhaus, welches die zentrale Anlaufstelle des
       Naturreservates darstellt. Dort einen Parkplatz zu finden ist aber schwierig, weil hier schon
       zu viele Autos parken. Wir folgen dem Weg und finden einen Waldparkplatz. Hier weisen
       Schilder dezent daraufhin, dass man keine Wertsachen im Auto zurückzulassen soll.
       In der Zentrale haben wir eine hervorragende Karte zu dem Reservat gekauft. Wenn man 
       sich im Naturreservat per Kanu oder auch zu Fuß bewegen will, dann kauft man hier auch
       die Glaskogen-Besuchskarten ( im Jahre 2005 für 25 SEK pro Tag pro Person).
       Das Reservat ist 28.000 ha groß. Es gibt ein Netz von Wanderwegen mit einer Gesamtlänge
       von etwa 300 Km. Für Paddler sind eine Reihe von Kanustrecken mit Lagerplätzen und
       Schutzhütten vorbereitet. Auf dem Weg zum nächsten See muss man allerdings oft eine
       längere Strecke umtragen.
       Der Övre Gla erstreckt sich von Lenungshamma aus etwa 10 Km Wasserweg nach Norden.
       Dieser Teil des Reservates ist schnell erpaddelt. Der zweite große See Stora Gla erstreckt
       sich etwa 10 Km in Richtung Süden. Dieser See hatte aber bei unserem Besuch
       "Niedrigwasser", also etwa 1 Meter Wasserstand weniger als normal. Das machte zum
       Beispiel eine Badestelle unbenutzbar.  

       Meine persönliche Meinung zum Naturreservat Glaskogen:
       Am Övre Gla kann man traumhafte Fotos von der Natur machen. Leider ist das Reservat im
       Juli 2005 völlig überlaufen und für die vielen Kanufahrer und zahllosen Wanderer zu klein. 
       Wenn man sein erstes Outdoor-Abenteuer erleben will oder mit Kindern unterwegs ist, dann 
       kann man die hervorragende Infrastruktur des Glaskogen gut benutzen. Sucht man dagegen
       etwas Ruhe und Individualität, dann geht man besser an anderer Stelle seinen eigenen Weg
       durch die Wildnis. 

       Weitere Informationen bei Glaskogen:   
       (Naturreservat, Besucherkarten, Angelscheine, Kanuverleih und Campingplatz)

    

   
        Der See Övre Gla direkt am Schotterweg nach Lenungshamma. Hier kann man traumhafte Fotos machen.
   

   
        Der See Buvattnet: Kanufahrer auf  dem Weg von Lenungshamma zum Övre Gla.

   
        Das zentrale Servicehaus des Reservates Glaskogen in Lenungshamma. Hier kann auch das Nötigste einkaufen.

   
        Der See Stora Gla: da etwa 1 Meter am Wasserstand fehlt,  bietet der See heute einen merkwürdigen Anblick.

 
            

       Copyright ©  2005 Wolfgang Glamann,   Email:  wolfgang.glamann@t-online.de